Deutsche Staatsbürgerschaft durch Großeltern (und Urgroßeltern)
Wenn ein Anspruch durch einen Großelternteil oder weiter zurück laufen kann – und warum eine ununterbrochene Kette der Staatsbürgerschaft der Schlüssel ist.
Sie können möglicherweise die deutsche Staatsbürgerschaft durch einen Großelternteil beanspruchen – oder, in Restaurierungsfällen, einen Urgroßelternteil oder weiter zurück. Ob der Anspruch gilt, hängt davon ab, wer der Vorfahre war, wann und wo er geboren wurde, wann er Deutschland verließ und welches Gesetz damals in Kraft war. Der Schlüssel ist eine ununterbrochene Kette der Staatsbürgerschaft bis zu Ihnen.
Kann die Staatsbürgerschaft durch einen Großelternteil passieren?
Oft, ja – die deutsche Staatsbürgerschaft nach Abstammung kann von einem Großelternteil auf Sie übergehen, vorausgesetzt, sie ist durch jede Generation dazwischen ungebrochen. In Wiederherstellungsfällen nach Artikel 116 Absatz 2 kann der qualifizierende Vorfahre noch weiter zurückliegen, da die Wiederherstellung der Linie des verfolgten Vorfahren bis hinunter zu all seinen Nachkommen folgt.
Die Kette der Staatsbürgerschaft
Die wichtigste Idee ist die Kette: Jede Person in der Linie muss die deutsche Staatsbürgerschaft gehabt haben und sie nach dem damaligen Recht weitergeben können. Wenn eine generation es verloren oder nie erworben hat, kann die kette brechen – obwohl mehrere historische brüche seitdem durch spätere gesetze wieder geöffnet wurden.
Mutterlinie und vor 1953 Ehelücken
Älteres deutsches Recht diskriminiert nach Geschlecht. Vor 1953 konnte eine deutsche Frau die Staatsbürgerschaft verlieren, wenn sie einen Ausländer heiratete, und Kinder konnten die Staatsbürgerschaft nicht immer von der Mutter nehmen. Diese Lücken benachteiligten viele Familien – und später wurden Reformen und Deklarationswege (StAG §5) speziell geschaffen, um sie zu schließen.
Urgroßeltern und Restaurierungsfälle
Die Restaurierung reicht weiter als der gewöhnliche Abstieg. Wenn ein Urgroßelternteil (oder ein früherer Vorfahr) zwischen 1933 und 1945 verfolgt wurde und die deutsche Staatsbürgerschaft verlor, können ihre Nachkommen – möglicherweise mehrere Generationen später – sie nach Artikel 116 Absatz 2 zurückfordern. Das Datum und die Gerichtsbarkeit jedes Datensatzes, nicht die Anzahl der Generationen, entscheiden über das Ergebnis.
Kann die Staatsbürgerschaft eine Generation überspringen?
Nicht von selbst – es muss jede Generation durchlaufen. Aber historische Lücken (vor 1953/1975) wurden durch spätere Deklarationswege wieder geöffnet.
Meine Großmutter verlor die Staatsbürgerschaft, als sie heiratete – kann ich das noch behaupten?
Möglicherweise über StAG § 5, der vor 1953 Ehe- und Mutterlinienverluste anspricht.
Wie weit zurück kann ein Anspruch gehen?
Gewöhnliche Abstammung in der Regel ein Großelternteil; Restaurierung kann einen Urgroßelternteil oder weiter erreichen.
